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Die besten Trader Deutschlands – FBV-Verlag

Guten Morgen liebe Trader,

ich freue mich sehr, heute zum Start unseres neuen DOWHOW Trading Blogs mein Interview für das Ebook „Die besten Trader Deutschlands“ des FBV-Verlags vorstellen zu dürfen. Den Download für das ganze Ebook findest du am Ende dieses Beitrags. Viel Spaß beim Lesen.

Über mich

MARKUS GABEL ist seit dem Jahr 2000 im Finanzbereich tätig mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum geprüften Vermögensberater. Er arbeitet als Börsenhändler in der Vermögensverwaltung bei BORN STAHLBERG & Partner mit Sitz in der Schweiz und Zweigstellen in Frankfurt und Tokio. Seit mehr als 13 Jahren teilt Markus Gabel sein Wissen als Speaker, Coach, Mentor und Ausbilder sowohl im deutschsprachigen Raum als auch International mit anderen Börseninteressenten und Tradern. 2016 gründete Markus Gabel die DowHow Trading UG um Privatpersonen dabei zu helfen, ihr Vermögen selbst zu verwalten und/oder sich mit aktivem Börsenhandel beziehungsweise Trading ein Zusatzeinkommen zu erarbeiten.

Das Interview

Seit wann tradest du? Und wer oder was hat dich an die Börse ge­bracht?

Ich trade seit ca. 16 Jahren und bin über den Weg als Vermögensberater zur Börse und zum Trading gekommen – natürlich auch mit der Hoffnung auf das schnelle Geld.

Wie hast du das Traden gelernt und wie wurdest du zu einem der besten Trader Deutschlands?

Zuerst habe ich über ca. sechs Jahre versucht, mir das Trading mithilfe verfügbarer Medien (Bücher, Videos, Vorträge und manches Seminar) im Selbststudium bei­zubringen. Das war jedoch nur von sehr überschaubarem Erfolg geprägt. Erst als mich mein Mentor Michael Voigt (und später weitere Mentoren) unter seine Fitti­che nahm, konnte ich die entscheidenden Schritte zum erfolgreichen Trading tun.

Ich möchte auf keinen Fall behaupten, dass ich einer der besten Trader Deutschlands bin. Vielmehr freue ich mich darüber, dass ich EINEN Weg gefunden habe, wie Trading auf Dauer langfristig erfolgreich betrieben werden kann, ohne sich dabei selbst zu verlieren oder allzu viel kostbare Lebenszeit zu verschwenden. Mein heutiger Erfolg beruht auf 10 Prozent Strategie (Trend und Preis) und 90 Prozent Persönlichkeitsentwicklung.

Was macht dein Spezialgebiet aus, was macht es besonders
schwierig?

Eines haben mich meine Mentoren gelehrt, nämlich niemals einen Lieblingsmarkt zu haben. Nur allzu leicht kann es dann passieren,
dass ich gegen meine eigenen Regeln verstoße, wenn längere Zeit in »meinem Markt« kein vernünftiges Signal kommt.

»Es geht am Ende immer nur um Wahrscheinlichkeiten«

Die besten Trader Deutschlands

Persönlich bevorzuge ich den Devisenmarkt, tra­de jedoch genauso gerne die Indizes und liquide Rohstoffe. Jeder Markt hat so seine eigenen Merkmale, auf die ich mich jedoch jederzeit einstellen kann.

Den Forexmarkt handle ich deswegen so gerne, weil er 24 Stunden an fünf Ta­gen in der Woche geöffnet hat, relativ stabil und vorhersehbar läuft und der liqui­deste Markt überhaupt ist. Meiner Meinung nach ist jeder Markt mit den gleichen Schwierigkeiten behaftet: Es geht am Ende immer nur um Wahrscheinlichkeiten. Das ist auch der Hauptpunkt, an dem die meisten Trader scheitern.

Welche Basiswerte handelst du mit welchen Instrumenten?

Den Devisenmarkt trade ich direkt über den Spotmarkt via Lots, Micro -oder Minilots und alle anderen Märkte via CFDs. In meiner Eigenschaft als Händler der Vermögensverwaltung BORN STAHLBERG & Partner handle ich für meine Kunden aber auch Aktien und Futures.

Was ist dein Trading-Ansatz?

Es ist der natürlichste Ansatz überhaupt, nämlich der Trendhandel nach der guten, alten Dow-Theorie. Entscheidend ist hierbei, unter Berücksichtigung des Preises, immer aus der Akkumulationsphase heraus in Trendrichtung zu handeln.

Wie findest du interessante Trading-Opportunities?

Ich habe mir Listen erstellt, in den sich die Werte befinden, die ich auch handeln möchte (Devisen, Indizes, Anleihen und Rohstoffe). Diese gehe in regelmäßig durch und suche ausschließlich nach Situationen, in denen eines meiner Regelwerke am rechten Rand des Charts greift. Sobald meine Regeln erfüllt sind, wird der Trade gemacht.

Entscheidend ist hier ein Arbeitsstil, der Routine mit sich bringt und Vertrauen schafft. Nur wer routiniert und damit möglichst emotionslos handelt, kann sich auf seine persönliche Weiterentwicklung konzentrieren was im Übrigen unabdingbar für den langfristigen Börsenerfolg ist.

Wie analysierst du den Markt und wie bereitest du deine Trades vor?

Ich analysiere keine Märkte, da alles auf Wahrscheinlichkeiten und meiner ganz persönlichen Wahrnehmung beruht, weswegen eine finale Analyse gar nicht mög- lich ist. An der Börse gibt es kein Richtig oder Falsch. Alles entspringt meiner ganz eigenen Wahrnehmung dessen, was sich am rechten Rand des Charts abspielt. Wäre ein Markt per se long oder short, würden alle Marktteilnehmer das Gleiche wahrnehmen und handeln. Dann käme jedoch kaum ein Handel zustande, da es ja schließlich IMMER Käufer und Verkäufer geben muss.

Als Folge muss ich keine Märkte analysieren. Als Händler besteht meine primäre Aufgabe darin, so viele Wahrscheinlichkeiten wie möglich auf meine Seite zu brin- gen, um die Chance am Leben zu erhalten, dass meine Trading-Idee auch aufgeht. Lassen Sie es mich mit den Worten meines Mentors, Michael Voigt, ausdrücken:

»Wo ist der Bus, in dem die Händler sitzen, die nach mir kaufen/verkaufen wollen!«

Eine Trade-Vorbereitung hängt immer ein Stück weit davon ab, welchen Markt ich handeln möchte. Da ich ausschließlich im Swingtrading unterwegs bin (4-Stunden- und Wochen-Chart), berücksichtige ich bei meiner Vorbereitung den CoT-Report sowie Saisonalitäten (speziell bei Rohstoffen).

Wie bereits erwähnt, muss ich darauf achten, dass nach mir genügend andere Käufer/Verkäufer dieselbe Richtung einschlagen wollen. Bei Wirtschaftsdaten schaue ich fast ausschließlich auf die Zinsentscheidung der Notenbanken bezie- hungsweise auf die Arbeitsmarktdaten. Dies tue ich jedoch nicht, weil mich das Ergebnis interessiert, sondern weil ich nicht in unkalkulierbare Bewegungen hineinlaufen möchte, welch meist auf solche Entscheidungen folgen. Ich eröffne also keine Trades kurz vor einer solch wichtigen Entscheidung.

Auch viele deiner Trades laufen ja nicht unbedingt so, wie du dir das vorstellst. Liegt der Grund dafür mehrheitlich bei dir selbst oder gibt es andere Gründe? Was machst du dagegen?

Früher lag der Grund für die meisten meiner Fehltrades mehrheitlich an mir selbst, da ich a) die tieferen Ursachen des Börsenhandels nicht verstand und b) nicht in der Lage war, mich an ein Regelwerk zu halten.

Wenn heute ein Trade im Minus endet, weiß ich, dass es ein fachlich korrekter Fehltrade ist, der zum einen darauf beruht, dass sich der Markt einfach anders ent- schieden hat, und zum anderen darauf, dass Minustrades ein Teil jeglicher Strate- gie sind. Schließlich ist Börsenhandel ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten, welches ich nur langfristig gewinnen kann.

Ich möchte auch ehrlich eingestehen: Hätte ich meine Mentoren nicht gehabt, wäre ich mit größter Wahrscheinlichkeit nicht da, wo ich heute stehen darf. Die of- fensichtlichen Geschehnisse im Trading – wie z. B. Strategien, Geld-Management – kann ich heute überall nahezu kostenfrei erhalten. Die tieferen Ursachen und damit das tiefere Verständnis, wie ich langfristig erfolgreich werden kann, kann mir meines Erachtens nach nur ein guter Mentor zeigen – und zwar jemand der schon nachweislich da ist, wo ich auch hinmöchte.

Um notwendige Verluste im Trading akzeptieren zu können, muss ich mich definitiv und unausweichlich als Mensch weiterentwickeln. Das bedeutet Veränderung im Denken und Handeln. Darin liegt im Übrigen auch der Hauptgrund, weshalb ca. 80 Prozent aller Trader auf Dauer scheitern – der Mensch hat grundsätzlich Angst vor Veränderung. Diesen Part muss ich jedoch in den Griff bekommen, ansonsten ist KEIN langfristiger Börsenerfolg möglich.

Was war dein größter Trading-Fehler?

Es gab zwei große Trading-Fehler die ich gemacht habe. Zum einen zu glauben, dass es ohne Ausbildung und persönliche Weiterentwicklung möglich wäre, dau- erhaft Geld an der Börse zu verdienen.

Und zum anderen zu glauben, dass es möglich ist, mit einem kleinen Tradingkonto (deutlich unter 100.000 Euro) reich zu werden beziehungsweise vom Trading le- ben zu können.

Was machst du, was andere Trader nicht machen?

Da  ich inzwischen verstanden habe, dass alles ohnehin auf Wahrscheinlichkeiten und auf meiner ganz persönlichen Wahrnehmung beruht, achte ich gar nicht mehr so darauf, was andere erfolgreiche Trader machen.

»Jeder muss seinen ganz eigenen Trading- Stil finden.«.

Jeder muss seinen ganz eigenen Trading-Stil finden, da kein Erfolg jemals über »Copy and Paste« zu erreichen ist.

Ich möchte und kann mich gar nicht mit anderen Tradern vergleichen oder sie gar beurteilen. Das steht mir als Mensch überhaupt nicht zu. Vielleicht ist es das, was ich anders mache: Dass ich das Trading von der mensch- lichen Seite aus betrachte, weil mir meine Mentoren gezeigt haben, dass Trading eine zutiefst menschliche Angelegenheit ist. Je länger ich trade und andere Men- schen auf deren Weg zum Erfolg begleite, desto mehr erkenne ich den Wahr- heitsgehalt dieser Erkenntnis. Deswegen ist auch für mich der Mensch hinter dem Trader entscheidend.

Was war das Erste, was du gehandelt hast, und mit wie viel Geld hast du angefangen?

Meine ersten Trades machte ich mit Aktien, und kurz darauf handelte ich auch schon den Dax. Das erste Konto kapitalisierte ich mit 1000 Euro, die jedoch leider nach ein paar Wochen auch schon weg waren.

»Der dauerhafte Börsenerfolg kommt nicht über ein großes Konto, sondern über den menschlichen Faktor.«

Ich möchte ehrlich sein: Mein Leben hat es bis- her nicht zugelassen, dass ich privat mit großem Kapital ausgestattet war, so dass sich meine privaten Konten auch in überschaubarem Rahmen halten. Dies hat jedoch auch den Vorteil, dass ich live zeigen kann, wie man auch kleinere Konten (also deutlich unter 100.000 Euro) langsam und zuverlässig groß traden kann. Mein lieber Kollege Mario Lüddemann hat genau darüber ein Buch geschrieben, welches auch jeder Trader gelesen haben sollte.

Meiner Meinung nach ist es ein großer Irrtum zu glauben, dass ein erfolgreicher Trader auch ein riesiges Konto zur Verfügung haben müsste. Der dauerhafte Bör- senerfolg kommt nicht über ein großes Konto, sondern ausschließlich über den menschlichen Faktor.

Ich möchte jedoch auch nicht unerwähnt lassen, dass ich als Händler in der Vermögensverwaltung BORN STAHLBERG & Partner es auch gewohnt bin, mit deutlich größeren Konten zu handeln.

Wie sollte das Risiko- und Money-Management für Depots unter 25.000 Euro aufgebaut sein?

Es gibt ja die berühmte 1-Prozent-Regel pro Trade. Ich zeige jedoch auch dieses Thema immer wieder von der menschlichen Seite. Was nützt es mir, 1 Prozent meines Kapitals zu riskieren, wenn der reelle Geldbetrag hinter dem Anteil 1 Prozent mich zum Schwitzen bringt und verhindert, dass ich mich IMMER an mein Regelwerk und meinen Trading-Plan halte? Jeder Trader ist in allererste Linie ein Mensch und jeder Mensch hat seine ganz eigene individuelle Vorstellung von Geld. 50 Euro bedeuten für jeden Menschen etwas ganz anderes. Für den einen ist es ein Wocheneinkauf für die Familie (in anderen Ländern lebt eine ganze Familie einen ganzen Monat lang davon), für den anderen ein großzügiges Trinkgeld in einem Restaurant.

Das Risiko- und Money-Management muss also am riskierten Geldbetrag festgemacht werden und nicht an einer unpersönlichen Prozentzahl.

Was heißt, dass diese Frage niemals allgemein beantwortet werden kann, sondern immer ganz individuell. Damit wären wir wieder bei meiner ganz eigenen Sichtweise, dass Trading eine zutiefst menschliche Angelegenheit ist.

Positionsgrößenbestimmung, Gewinnrealisierung und Verlustminimierung – was müssen die Leser unbedingt in ihren Trading- Plan aufnehmen?

Alle drei genannten Punkte muss ein Trader in seinem Businessplan haben. Wie bereits jedoch in der Frage zuvor erläutert, ist der entscheidende Faktor hinter diesen Punkten der riskierte Geldbetrag, der mich entweder außerhalb meines

»Rumrutschfaktors« agieren lässt und damit verhindert, dass ich meinem Plan folge, oder aber der mich entspannt traden lässt.

Was sind die wichtigsten Punkte, um beim Ziel eines sechsstelligen Depots nicht vom Weg abzukommen?

Die Akzeptanz des Unausweichlichen! Es ist eine pure Illusion zu glauben, mit einem kleinen Konto (also deutlich unterhalb von 100.000 Euro) in einem überschaubaren Zeitrahmen und unter Berücksichtigung eines vernünftigen Risiko- und Geld-Managements, ein sechsstelliges Depot aufzubauen.

Es mag sein, dass ich damit manchen Traum zerstöre, doch unser Leben ist eben stark limitiert und ich halte es für verantwortungslos, aus reinen Business-Gründen mit der Wahrheit hinterm Berg zu halten und Menschen in den Ruin zu treiben.

Die gute Nachricht lautet jedoch, dass es durchaus möglich ist, dauerhaft Geld an der Börse zu verdienen. Wer bereit ist, Zeit und Geld in seine Ausbildung und persönliche Weiterentwicklung zu investieren, hat die Chance erfolgreich an der Börse zu agieren.

Welche Tipps hast du für noch nicht so erfahrene Trader?

»Suche dir möglichst früh einen Mentor.«

Bevor ein nicht ganz so erfahrener Trader mit Echtgeld handelt, sollte er in seine Ausbildung investieren. Trading – egal ob hauptberuflich oder nebenberuflich ausgeübt – ist ein Beruf und dieser will erlernt werden. Und wie in jedem »normalen« Beruf auch, kann ich mir zwar theoretische Grundlagen erlesen oder heutzutage mittels Videos aneignen. Die entscheidenden Fertigkeiten kann mir – wie in jedem anderen Beruf auch – immer nur jemand zeigen, der bereits dort ist, wo ich auch hinmöchte.

Daher empfehle ich jedem Einsteiger, sich möglichst früh einen Mentor zu suchen, der ihm hilft, seinen Weg im Trading zu finden. Auf lange Sicht spart das nicht nur viel Geld sondern – was in der Tat unbezahlbar ist – kostbare Lebenszeit.

Vom Musterdepot ins Echtgeld – in der Theorie funktioniert es, in der Praxis dann oft nicht. Was kann man dagegen machen? Und was sind deine anderen Börsenpsychologie-Tricks?

Der Sprung vom Musterdepot ins Echtgeld funktioniert nur deswegen sehr oft nicht, weil der Trader von falschen Annahmen ausgeht. Oftmals beginnt es schon damit, dass die Kontogröße im Musterdepot deutlich oberhalb des Betrages liegt, den der angehende Händler später tatsächlich auf dem Echtgelddepot hat. Damit verunsichert der Händler sein Unterbewusstsein, so dass sich keine Routinen ein- stellen können, die aber notwendig wären.

Das größte Manko ist jedoch wieder einmal der menschliche Faktor. Während im Musterdepot echte Emotionen kaum bis gar nicht vorhanden sind – ich kann ja im- mer wieder Geld nachschießen – muss sich der Trader beim Handel mit Echtgeld seinen wahren Emotionen stellen. Während unser Gehirn nicht für die Arbeit mit Wahrscheinlichkeiten ausgelegt ist, da dies im wahren Leben kaum verlangt wird, hat es der Trader am rechten Rand des Charts ausschließlich mit Wahrscheinlichkeiten zu tun. Hinzu kommt, dass jegliche Kontrolle über das weitere Vorgehen, nachdem der Trade einmal gestartet wurde, nicht mehr beim Händler liegt. Wir können beten, hoffen, fluchen oder andere nur allzu menschliche Dinge tun, doch absolut gar nichts führt dazu, dass der Trade ins Plus läuft.

Aus diesem und etlichen weiteren Gründen spreche ich immer wieder davon, dass Trading eine zutiefst menschliche Sache ist. Ich benutze ungern den Begriff »Psychologietricks«, denn damit würde ich die Idee suggerieren, dass es einen allge- mein gültigen »Trick« gibt, mit dem Börsenhandel erfolgreich betrieben werden kann.

Würde es solch einen Trick geben, wäre es von mir vermessen zu glauben, ausgerechnet ich wäre der Auserwählte, der diesen Trick entdeckt hat. Meiner Erfahrung nach gibt es unzählige profitable Strategien, mit denen man an der Börse Geld verdienen kann. Doch es gibt nur EINEN Weg, dies auch dauerhaft sicherzustellen – die persönliche Weiterentwicklung, um mit Wahrscheinlichkeiten umgehen zu können. Wenn man von einem Trick sprechen möchte, dann ist es wohl dieser.

Mal ganz im Vertrauen: Welche Online-Seite(n) siehst du dir für dein eigenes Trading regelmäßig an? Wo bekommst du deine In- formationen her?

Für mein eigenes Trading nutze ich die Homepage von Adrian Kömel, um mich über den CoT-Report und Saisonalitäten zu informieren. Die aktuellen Wirtschafts- termine werden mir von meiner Software (AgenaTrader) automatisch angezeigt, und für laufende Informationen nutze ich die englische Seite www.forexlive.com.

Gibt es Bücher, die dich im Trading weitergebracht haben, beziehungsweise welche Bücher würdest du einem Anfänger / Fort- geschrittenen empfehlen?

Für mich gibt es nur ein Buch, welches mein Tradingleben entscheidend verändert hat: »Das große Buch der Markttechnik« von M. Voigt. Die anschließende achtteili- ge Buchreihe »Der Händler« baut auf diesem Wissen auf und »Das große Arbeitsbuch der Markttechnik« rundet alles ab.

Natürlich gibt es unglaublich viele Bücher, die sowohl spannend als auch lesens- wert und zugleich noch informativ sind. Doch keines bringt einem die tieferen Erkenntnisse so intensiv näher wie die Werke von Michael Voigt.

Wie sieht dein Trading-Alltag aus, zu welchen Zeiten handelst du in welchen Märkten?

Da ich ausschließlich im Swingtrading unterwegs bin – also 4-Stunden- und Wochen-Chart – hält sich mein reiner Trading-Alltag sehr in Grenzen. Grundsätzlich schaue ich mir am Sonntag den CoT-Report an, um zu sehen, in welchen Märkten sich Extremsituationen entwickelt haben. Danach werfe ich einen Blick auf den entsprechenden Chart, um zu prüfen, ob sich dieser sowohl aus preislicher als auch im Hinblick auf eines meiner Regelwerke eignet, um einen Einstieg zu finden.

Ansonsten ist mein zeitlicher Aufwand sehr gering, denn ich habe eine überschau- bare Anzahl von ca. 70 bis 80 Werten (Forex, Indizes, Anleihen und Rohstoffe) die ich gleichzeitig im Blick habe. Da ich gelernt habe, dass in den größeren Zeitein- heiten und/oder Trends ohnehin deutlich mehr Geld zu verdienen ist, schaue ich mir auch nur diese an.

Das bedeutet, dass ich am Wochenende meine Märkte durchsehe, um die Werte herauszufil- tern, in denen sich im Laufe der Handelswoche Situationen entwickeln können, in denen ich ge- mäß meinen Regelwerken auch einen Trade machen kann.

»Über den Ausgang des Trades entscheidet der Markt.«

Das Gute daran ist, dass ich nach einer gewissen Zeit so gut wie alle Chartbilder im Kopf habe, so dass ich mich gar nicht mehr groß damit befassen muss. Entscheidend ist immer, dass ich weiß, WO ich mich im großen Bild befinde und ob es sich dann auch lohnt, mein Geld dem Risiko auszusetzen.

Dadurch, dass ich nur in den größeren Trends unterwegs bin und ich nur in Preisen und Trends denke, brauche ich keine bestimmte Zeit oder keinen bestimmten Markt, in dem ich handeln kann. Sobald in irgendeinem meiner Werte aus meiner Liste, sowohl der Preis als auch mein Regelwerk passt, wird der Trade gemacht. Über den Ausgang des Trades entscheidet der Markt – und zwar IMMER!!

Lieber Markus Gabel, bitte gib uns einen kurzen Einblick in deine Trading-Schwerpunkte.

Einer meiner größten Verständnisfehler im Trading war die Annahme, dass ich ei- nen bestimmen Markt handeln darf. Mal hielt ich mich für einen Dax-Trader, dann wiederum war ich überzeugt, den Goldmarkt zu handeln. Natürlich versuchte ich mich auch an Währungen und Aktien. Schließlich war es ja das, was ich damals aus Büchern, manchem Seminar und in Blogs kostenfrei erfuhr. Überall sah ich eben Charts aus den verschiedensten Märkten.

Erst viel später und nach viel zu vielen unnötigen Verlusten, erfuhr unter dem Einfluss meiner Mentoren, dass ich niemals den Dax, Gold oder Euro handeln würde, sondern immer nur einen PREIS für eben einen Kontrakt, eine Unze oder einen Lot.

Wird mir diese Erkenntnis in ihrer Gänze bewusst, verstehe ich auch, dass jeder Wert und jeder Markt, welchen ich handeln kann, dem natürlichen Preisverhalten von »zu teuer«, »zu billig« oder »fair bewertet«, unterliegt. In diesen Bereichen schwankt jeder Preis beständig hin und her.

Warum der Preis schwankt, ist für einen Trader völlig unbedeutend, weil es auf die Frage, warum ein Markt steigt oder fällt, immer nur eine sinnige Antwort geben kann: Weil es entweder mehr Käufer (steigend) oder mehr Verkäufer (fallend) gibt. Da hinter jedem Kauf oder Verkauf ein Mensch (oder ein von einem Menschen programmierter Computer) steht, kann ich nicht mal im Entferntesten erahnen, welche Gründe der einzelne Trader hat zu kaufen oder zu verkaufen. Diese sind für mich auch nicht wichtig, da ohnehin niemand weiß, wie es am rechten Rand des Charts weitergeht. Es geht immer nur darum, so viele Wahrscheinlichkeiten wie möglich auf die eigene Seite zu bekommen, was bedeutet, darauf zu achten, dass möglichst viele Marktteilnehmer auch nach meiner Tradeeröffnung in die gleiche Richtung handeln wollen wie ich.

Die preislichen Wegstrecken innerhalb der drei oben genannten Bereiche legt der Preis stets in sogenannten Bewegungen und Korrekturen zurück, welche am Ende IMMER einen Trend ergeben – egal welcher Markt, welcher Wert oder auch wel- che Zeiteinheit. Berücksichtigt man diese natürlichsten aller Ursachen im Trading, verstehen wir den tieferen Sinn der Dow-Theorie, nämlich in einem intakten Trend aus der Akkumulations- oder Korrekturphase heraus zu handeln. Damit erhält der Gedanke billig zu kaufen und teuer zu verkaufen oder eben anders herum teuer zu verkau- fen und wieder billig zurückzukaufen eine wahrhaft tiefe und erleuchtende Bedeutung.

Wer diese tiefen Einsichten verinnerlicht und im eigenen Trading einsetzt, kommt nicht umhin, langfristig an den Börsen der Welt sein Geld zu verdienen. Der Weg dorthin führt jedoch weniger über Strategien, sondern vielmehr über den Menschen – also über SIE!!!

Um den Punkt der Menschlichkeit im Trading zu veranschaulichen, möchte ich ein ganz konkretes Beispiel anhand des Themas der Gewinn-maximierung geben. Einer meiner größten Fehler – der mich jahrelang begleitet hat – war, dass ich im- mer eine gewisse Erwartungshaltung an den Markt hatte. Das ist jedoch Unsinn, da wir immer am rechten Rand des Charts stehen und niemand wissen kann, wie es dort weitergeht.

Natürlich kann mir das tiefere Verständnis des sogenannten Durchschnittspreises eine gewisse Orientierung geben, wie viel Spielraum mein Trade prinzipiell hat, doch einen Trade zu machen oder wegzulassen, nur weil ich eine bestimmte Erwartungshaltung habe (das heiß diskutierte Thema CRV), würde bedeuten, dass ich eine persönliche Meinung zum Markt habe. Alexander Elder, ein berühmter Trader und Buchautor brachte es sehr treffend auf den Punkt: »Der Markt weiß nicht, dass du existierst, also kannst du ihn auch nicht beeinflussen.« Warum sollte ich mir also eine Meinung zum Markt bilden, wenn ich am Ende doch nur mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten kann? Warum haben dennoch so viele Trader eine Meinung zum Markt? Weil es zutiefst menschlich ist, sich eine Meinung zu bilden.

Ich durfte inzwischen sehr oft die wunderbare Erfahrung machen, dass ich viel mehr Geld vom Markt bekommen habe, wenn ich ihm die Verantwortung übertrug, zu entscheiden, wie viel Ertrag ich mit einem Trade bekomme. Da der Markt gar nicht weiß, dass ich existiere, wer wäre ich also, dem Markt vorschreiben zu wollen, wie weit er laufen kann oder nicht?

Wie auch das vorliegende, wunderbare Buch aufzeigt, gibt es heute unzählige Me- thoden, Sichtweisen und Strategien, um an den Börsen dieser Welt Geld zu verdienen. Traurigerweise zeigen uns die Statistiken, dass im Schnitt fast 80 Prozent aller Händler einfach nicht in der Lage sind, dauerhaft Geld mit Trading zu verdienen. Es muss erlaubt sein, hier die Frage nach dem Warum zu stellen. Sehen wir uns die unfassbaren Möglichkeiten an, kostenfreies Wissen über die verschiedensten Kanäle zu erlangen, Strategien mithilfe von Videos und Webinaren zu erlernen, müssen wir uns wohl mit tieferen Ursachen auf der Frage nach dem Warum be-schäftigen.

Auch ich musste mich irgendwann mit diesem Thema auseinandersetzen, warum es mir nicht gelang, mich an ein einfaches Regelwerk und/oder meinen Plan zu halten. Immer wieder verstieß ich gegen meine eigenen Regeln und verzweifelte schließlich an mir selbst. Langsam, aber sicher musste ich mich der Erkenntnis stellen, dass es ausschließlich mit mir als Mensch zu tun hat, denn das Regelwerk oder meine Strategien waren nicht schuld daran, dass ich meine Regeltreue immer wieder verriet. Der ständige Kampf mit der Ungewissheit, am rechten Rand des Charts einfach nicht zu wissen, wie es weitergeht, lässt sich mit unserem menschlichen Drang nach Kontrolle und Sicherheit einfach nicht vereinbaren. Trading beruht einzig auf einem mathematischen Spiel der Wahrscheinlichkeiten, und weder unsere menschliche Erziehung noch irgendeine Art von Ausbildung hat uns darauf vorbereitet. Fälschlicherweise gehen wir davon aus, dass unsere menschliche Art zu denken und zu handeln auch an der Börse zum Erfolg führen muss. Was für ein fataler und teurer Irrtum!

»Wir müssen aufhören, auf das Offensichtliche zu schauen.«

Worin liegt nun das wahre Geheimnis langfris- tigen Börsenerfolges? Es liegt tief in uns selbst begraben, doch um diesen Schatz zu heben und erfolgreich im Trading anzuwenden, müssen wir aufhören, auf das Offensichtliche zu schauen, sondern nach Isaac Newtons Prinzip von Ursache und Wirkung die tieferen Ursachen erforschen. Und eben jene tieferen Ursachen finden sich nicht in profitablen Strategien, sondern ausschließlich in uns – den Menschen!

Im Laufe der letzten 20 Jahre meiner eigenen Reise zum dauerhaften Trading- Erfolg, sowie in unzähligen Gesprächen mit außergewöhnlichen Menschen, fand ich EINEN Weg, wie wir Trading langfristig erfolgreich meistern können, ohne uns dabei selbst zu verlieren oder unsere Gesundheit, unser Erspartes oder noch schlimmer, unser Familien- oder Eheglück aufs Spiel zu setzen. Eines ist so sicher wie das berühmte Amen in der Kirche. Kein Trade dieser Welt ist es wert, dem eigenen Partner oder den eigenen Kindern sagen zu müssen: »Ich habe keine Zeit für dich!«

Bitte vergessen Sie niemals auf Ihrer Suche nach dem Trading-Erfolg diese eine unumstößliche Tatsache: Ihre Lebenszeit ist extrem stark limitiert. Eines Tages wird der letzte Tag auf diesem Planeten Erde gekommen sein. Worauf wollen Sie dann zurückblicken? Auf Dax-Trades? Auf tolle Aktien-Investments? Oder darauf, wie viel Zeit Sie auf der Jagd nach dem ultimativen Setup gelassen haben? Oder wer- den es glückliche Momente sein, in denen Sie und Ihre Familie die Hauptrolle ge- spielt haben? Noch können Sie jeden Tag aufs Neue eine sinnvolle Entscheidung selbst treffen. Entscheiden Sie weise!

In meinem Mentoring-Programm geht es nicht darum, in erster Linie eine Dienst- leistung zu verkaufen, sondern ich möchte Menschen erfolgreich, glücklich und zufrieden machen.

Mir ist einfach bewusst, dass hinter jeder Kontoeröffnung auch ein Papa oder eine Mama steht – also ein Mensch wie du und ich, mit seinen Wünschen, Träumen und Hoffnungen, der für sich und seine Familien nur das Beste will – ein möglichst an- genehmes Leben und eine glückliche Zukunft.

Wie könnte ich also weiterhin tatenlos zusehen, wie Monat für Monat ca. 80 Prozent der privaten Trader ihr hart verdientes Geld an der Börse verlieren, dabei ver- ständnislos und irritiert zurückbleiben, während ich EINEN Weg kenne, mit dem es auch anders geht?

Ich übernehme Verantwortung, in dem ich mein Wissen weitergebe und Men- schen auf ihrem ganz eigenen Weg zum Erfolg begleite. Meine Vision lässt sich sehr schön in einem Satz zusammenfassen: »Jeder Mensch hat das Recht und die Möglichkeit, langfristig an den Börsen dieser Welt sein Geld zu verdienen.«

Das ist meine Mission und damit erfülle ich den Zweck meiner Existenz auf diesem Planeten Erde.

Erschienen im E-Book

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